Die Religion ist etwas welches ein freier Mensch für sich selbst erwählt, um diesem Glauben zu folgen und ihn auszuüben. Betrachte ich die goreanische Philosophie, so haben nur die Freien das Wissen um Religion und Götter. Die Versklavten gehören jedoch – Tieren gleich – keiner Religion an, sind von dieser sogar ausgeschlossen, da ja schon ihr Herr ihr Gott ist.

Aus meiner Geisteshaltung heraus passen Sklaverei und Religion dergestalt nicht zusammen, als dass eine Sklavin nur einem einzigen Herren gehören und nur dessen Regeln befolgen kann. Entsprechend kann sie nicht zugleich nach den Regeln ihres irdischen Gottes (ihres Herrn) und den – möglicherweise widersprüchlichen – Regeln ihres überirdischen Gottes leben. Wünscht ein Mädchen also ihre Erfüllung in der Religion zu finden, sollte sie frei bleiben und sich vollen Herzens ihrem überirdischen Gott unterwerfen. Sucht sie indes ihre Erfüllung in der Sklaverei, sollte sie sich alleinig hierauf konzentrieren.

Immer wieder lese ich gerade bei Mädchen, die sich dem islamischen Glauben verschrieben haben, dass es für sie unbedingt vonnöten ist, dass ihr Herr Moslem ist und darüber hinaus einfordert ihre Religion auch nach ihrer Unterwerfung weiterhin ausüben zu dürfen. Meiner Meinung nach ist auch eine solche Forderung Zeichen, dass jemand nicht bereit ist sich wirklich zu unterwerfen. Vielmehr geht es um die Aushandlung eines Vertrages, bei dem die Wünsche des Mädchens Vorrang vor den Wünschen eines Herrn haben. So etwas mag in freier Gefährtenschaft durchaus seinen Platz finden, niemals aber in der Sklaverei.

Welche Vorstellungen habt ihr bezüglich Religion und Sklaverei und welche Schlüsse zieht ihr aus derem Zusammenspiel?

Alduras